
Es ist die Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Die Kämpfe haben Land und Menschen ausgehöhlt. Wie "Reiter der Apokalypse" wüten Hunger, Krankheit, Elend und Tod unter der Bevölkerung. Mit 14 verliert Krabat (David Kross) seine Mutter. Die Pest hat sie dahingerafft. Gemeinsam mit zwei anderen Waisen zieht er fortan durch die karge winterliche Einöde. Nachts kauern sie aneinandergeschmiegt in aufgegebenen Behausungen, zittern und bibbern sich ohne Hoffnung in einen unruhigen und hungrigen Schlaf. Krabat plagen Visionen. Eine Schar Raben sucht ihn in seinen Träumen heim. Redet zu ihm, will ihm einen Weg weisen. Er verlässt seine Gefährten, folgt den Vorahnungen und gelangt zu einer alten Mühle. Der Müllermeister (Christian Redl), ein stämmiger und grimmig dreinschauender Mann mit Augenklappe, empfängt ihn freundlich, bietet ihm Essen an und ein Bett für die Nacht. Wenn Krabat will, könne er bleiben, Lehrling werden. Die Gesellen, elf an der Zahl, bringen Krabat anfänglich wenig Sympathie entgegen, vielmehr beäugen sie ihn ständig misstrauisch und foppen ihn. Auch untereinander gibt es wenig Freundschaft.
Auf der Mühle gehen merkwürdige Dinge vor: Es gibt einen Raum, den Krabat nicht betreten darf und in jeder Vollmondnacht bringt ein schwarzer Wagen, den ein unheimlicher Kutscher steuert, eine furchtbare Fracht: menschliche Knochen, aus denen Mehl gemahlen wird. Dieser Platz ist ein Hort finsterer Magie, und nachdem Krabat sich ein Jahr als Lehrling bewies, darf er, gemeinsam mit den anderen Gesellen, die schwarze Kunst erlernen. Eines der außergewöhnlichen Kunststücke, die er zu beherrschen lernt, ist die Verwandlung in einen Raben. Was aber auf den ersten Blick nach einem Privileg aussieht, erweist sich als Fahrkarte ins Nirgendwo. Immer zum Jahreswechsel geht der Tod unter den Gesellen um. Nur den Meister trifft es nie. Und jedes Jahr wird er aufs Neue verjüngt. Krabat will aussteigen. In einem Dorf in der Nähe hat er ein Mädchen, Kantorka (Paula Kalenberg). Mit ihr gemeinsam will er ein normales Leben führen, aber wen der Meister erstmal in seinen Fängen hat, lässt er nicht mehr los. Ein Zweikampf bahnt sich an: Krabats Kräfte wachsen zusehends, aber der Meister ist ein mächtiger Gegner.
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Genre: Fantasy
Deutschland 2008
FSK: ab 12 Jahre
Darsteller: David Kross (Krabat), Daniel Brühl (Tonda), Christian Redl (böse Zauberer), Robert Stadlober (Lyschko), Paula Kalenberg (Kantorka), Hanno Koffler (Juro), Charly Hübner (Michal), Anna Thalbach (Worschula), Tom Wlaschiha (Hanzo), Moritz Grove (Merten), Stefan Haschke (Staschko), Sven Hönig (Andrusch), Daniel Steiner (Petar), Tom Lass (Kubo), Daniel Fripan (Kito), David Fischbach (Lobosch)
Regie: Marco Kreuzpaintner
Spieldauer: 120 Min.
Im Zuge des
Dreißigjährigen Krieges
wird ein 14-jähriger Waisenjunge namens Krabat von einer inneren Stimme zu einer mysteriösen Mühle geführt. Der Müller empfängt ihn mit düsterer Miene und Krabat trifft im Innern der Mühle auf eine Runde schweigender Gestalten. Schon bald lernt der hart arbeitende Krabat ihr Geheimnis kennen: Er ist in einer Zauberschule, in der die Kunst der schwarzen Magie gelehrt wird, gelandet. Zunächst fasziniert ihn die Zauberkunst, doch als eines Tages dem Bauernmädchen Kantorka begegnet und sich in sie verliebt, bekommt er den Zorn des Müllers zu spüren und erkennt, worauf er sich eingelassen hat. |